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Grundriss der Oberkirche



Abbildung: Der Dom zu Speyer, Kubach/
Haas, Tafelband, Deutscher Kunstverlag



Die Kapellen des Domes
An der Südseite steht die Doppelkapelle
St. Emmeram (St. Martin) und St. Katha-
rina. Mit ihrem Bau wurde schon um
1050 begonnen. 1961 stellte man den
ursprünglichen Zustand der Doppel-
kapelle weitgehend wieder her.

St. Emmeram dient als Taufkapelle.
Durch die Mittelöffnung sind die beiden
übereinander liegenden Kapellen ver-
bunden.

St. Katharinenkapelle
St. Katharinenkapelle


St. Emmeramskapelle
St. Emmerams- u.
St. Martinskapelle

An der Nordseite des Domes befindet
sich die etwas jüngere St. Afrakapelle.
1064 wurden in Augsburg in einem
Steinsarg die Gebeine der frühchrist-
lichen Märtyrerin Afra aufgefunden. Um
jene Zeit liess Kaiser Heinrich IV. die St.
Afrakapelle erbauen. Auf seine Bitten
hin übergaben ihm die Augsburger nur
ungern für den Altar dieser Kapelle eine
sehr bescheidene Reliquie der heiligen
Afra. Als Heinrich 1106 im Kirchenbann
starb, fand er hier in der damals noch
ungeweihten Kapelle seine vorläufige
Ruhestätte.

Mit dem Dom sank 1689 auch die Afra-
kapelle in Schutt und Asche. Erst um
die Mitte des 19. Jahrhunderts wurde
sie wieder aufgebaut.
Text: Speyer-Kleine Stadtgeschichte,
Fritz Klotz


1971 wurde die Afrakapelle umfangreich
restauriert. Dabei stiess man auf ein
Stück Pergament, dass als Blatt der um
500 geschriebenen Ulfila-Bibel identifi-
ziert wurde! >>> mehr zur Ulfila-Bibel





(Bild fehlt)
St. Afrakapelle
Die Afrakapelle dient
heute als Sakraments-
kapelle. Sie ist mit Altar
und Tabernakel von E.
Hillebrand und der
Kreuzigungsgruppe von
J. Adlhart ausgestattet
worden. Die Apsis ist
aus der Querschiffs-
mauer ausgespart.
Text: Der Dom zu Speyer,
Langewiesche


Früher standen an der Nordseite des
Domes noch fünf weitere Kapellen: an-
gelehnt an die Nordmauer der Westvor-
halle die St. Pauluskapelle, nach alter
Tradition "älter als das ganze Thumbstifft"
(der karolingische Dom?), dann nach Os-
ten zu die St. Agneskapelle (um 1325
erbaut), die St. Bernhards- und St. Hein-
richskapelle (1446) und schliesslich die
St. Marienkapelle (1475). Die Ruinen
dieser Kapellen wurden schon 1754
dem Erdboden gleichgemacht.
Text: Speyer-Kleine Stadtgeschichte,
Fritz Klotz

 
Turmstufen
Turmstufen

Turmstufen
Turmstufen
Die Türme
In die Stufen der
Domtürme wurden
Grabplatten verar-
beitet, die aus go-
tischer Zeit stam-
men und die Zei-
chen und Symbole
aufweisen, die
zum Teil noch nicht
erforscht sind.
 

Vorhalle

Vorhalle

Die Vorhalle
In der Vorhalle sind die romanischen Mauern
gänzlich von der Architektur Heinrich Hübschs
umkleidet. Im Nordjoch steht jetzt das Denkmal
König Adolfs von Nassau aus dem Jahr 1824,
das vorher im Königschor seinen Platz hatte.
Im Mitteljoch ist der Fussboden seit 1964 ab-
gesenkt.
Blick Nordjoch
Blick nach Norden
 Adolf von Nassau
König Adolf von Nassau

Blick Südjoch
Blick nach Süden
König Rudolf von Habsburg
König Rudolf v. Habsburg

Westportal

Bronzeportal

Das nach der Tieferlegung des Fussbodens
1964 von der Landesregierung Rheinland-
Pfalz gestiftete Bronzeportal hat T. Schneider-
Manzell geschaffen. Es ist 1971 eingesetzt
worden. Vor kurzem wurde es mit grossem
Aufwand restauriert.
>>> mehr zu den Portalen


Portal innen

Portal innen

Portal
Portal










Die Innenseite des Hauptportals ist noch
ganz in der grossartig kargen Bauform des
11. Jahrhunderts erhalten. Die ausserordent-
liche Mauerstärke von 6 Metern erfordert und
ermöglicht hier auf der Innen- wie auf der
Aussenseite je einen tiefen, sechsfach ge-
stuften Portaltrichter.

   
Blick nach Osten
Blick nach Osten

Seit der Domrestaurierung von 1957/61 ist
der Innenraum vom freigelegten Sandstein-
quaderwerk und hellen Putzflächen geprägt.
Beim Blick aus dem Mittelschiff nach Osten
fällt die Abschnürung der Vierung durch den
Einbau von 1759 besonders auf. Über dem
Königschor hängt eine Nachbildung der
Grabkrone Kaiser Konrads II.
Blick zum Altar
Blick zum Altar
Mittelschiff nach Osten
Blick nach Osten

Mittelschiff
Mittelschiff
gegen Westen

Ausser am Hauptportal tritt nur an wenigen
Stellen des Domes das in der Romanik be-
liebte Motiv des farbigen Schichtwechsels auf.
Mit den Pfeilern und Gewölben gehört auch
die weite Öffnung der Orgelempore zum
Wiederaufbau von 1772/78. Die Verbindung
zum Saal im Westbau-Obergeschoss ist
verschlossen.
(Foto: Die Zugänge zum Seitenschiff sind wegen
der aktuellen Restaurationsarbeiten verhüllt.)


Der Blick aus dem Seitenschiff quer
durch das Mittelschiff zeigt, wie steil
und eng die Arkaden sind, die die
Schiffe miteinander verbinden. Die
Blendbögen, die die ursprüngliche
Wandgliederung unter der Flachdecke
abgeschlossen haben, sind durch die
für die Einwölbung benötigte
Pfeilerverstärkung verformt worden.



Foto:
Blick aus
dem
Seitenschiff
Die Seitenschiffe haben die Reihung
gleicher Joche aus der ersten Bauzeit
bewahrt.

Foto:
Südschiff
gegen Osten
 
Foto:
Nördliches
Seitenschiff


Im Stiftchor, dem mittelalterlichen Altar-
raum, stehen, das neue, mit Reliefs von
J. Adlhart geschmückte Chorgestühl des
Domkapitels und der Bischofsthron. Der
Verzicht auf Rückwände und Baldachine
lässt die Nischenarchitektur sichtbar, die
am Turm noch vom frühromanischen Bau
stammt, im übrigen vom ersten Teil des
hochromanischen Umbaus.




Foto: Stiftchor
Unter dem Vierungsturm, wo heute der
Hauptaltar steht, lag im Mittelalter der
"Psallierchor", in dem sich die Domherren
zum täglichen Psalmgebet versammelten.
Die Vierung war durch übermannshohe
Schrankenmauern von den Querarmen und
durch den Lettner vom Mittelschiff getrennt.

Foto: Blick durch
Querschiff nach
Norden


Die ganze Gliederung des Vierungs-
turmes war vor 1958 eingeebnet, um
grosse Flächen für die Ausmalung zu
gewinnen.

(Bild fehlt)
Vierungsturm
vor 1958


Die Nischengliederung des romanisch-
en Turmes ist 1965 wieder sichtbar
gemacht und durch Schliessen der
barocken Fenster vervollständigt
worden. Die oberen Muldennischen
mussten dabei freilich zu Flachnischen
reduziert werden.
Texte aus: Der Dom zu Speyer, Langewiesche

Vierungsturm
Aufblick in
Vierungsturm

Schraudolph-Gemälde
Ab Anfang 1846 wurde, auf Initiative
von König Ludwig I., die Ausgestal-
tung des Domes durchgeführt. Die
Ausmalung durch Johannes Schrau-
dolph und Joseph Schwarzmann
dauerte bis Herbst 1853.

>>> mehr zu den Gemälden
Quelle: Geschichte der Stadt Speyer,
Kohlhammercopyright

Schraudolph-Gemälde
Schraudolph-Gemälde

Gemälde
Während der Domrestaurierung in
den Jahren 1957-61 wurden nur
die Fresken des Langhauses be-
lassen, alle anderen wurden ab-
genommen und ein Teil, besonders
die "Historienbilder", aufbewahrt.
Text: Speyer-Kleine Stadtgeschichte,
Fritz Klotz