>> Geschichte >> Zeitstrahl: 1500 - 1900

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Die Welt und Deutschland
Daten
Speyer und der Dom




































Luthers Thesenanschlag





Kaiser Karl V.

Wormser Reichstag; Wormser Edikt





1. Krieg Karls V. geg. Franz I. v. Frankr.











Bauernkrieg

Schlacht bei Pavia
















Schlacht bei Mohacs

2. Krieg Karls V. gegen Franz I.

Plünderung Roms durch Truppen Karls V.








Protestation v. Speyer; Marburger Religions-
gespräch; 1. Belagerung Wiens d. Türken






Kaiserkrönung Karls V. in Bologna



Augsburgisches Bekenntnis

Schmalkaldischer Bund



3. Krieg Karls V. gegen Franz I.





















4. Krieg Karls V. gegen Franz I.





Konzil von Trient

Tod Luthers




Schmalkaldischer Krieg

Schlacht bei Mühlberg


Augsburger Interim








Fürstenverschwörung gegen Karl V.





Passauer Vertrag

Augsburger Religionsfriede











Kaiser Ferdinand I.







Kaiser Maximilian II.




















Seeschlacht bei Lepanto









Kaiser Rudolf II.










langer Türkenkrieg

protestantische Union



katholische Liga

Jülich-Klevescher Erbfolgestreit



Kaiser Matthias




Prager Fenstersturz

Kaiser Ferdinand II.

Schlacht am Weißen Berg













Schlacht bei Lutter am Barenberge





Restitutionsedikt

Gustav A. v. Schweden landet auf Usedom

Regensburger Kurfürstentag
(Wallenstein entlassen)

Vertrag von Bärwalde

Schlacht bei Breitenfeld






2. Berufung Wallensteins
(Göllersdorfer Kapitulation)

Schlacht bei Rain am Lech (Tod Tillys)



Schlacht bei Lützen (Tod Gustav Adolfs)

Ermordung Wallensteins




Schlacht bei Nördlingen

Friede von Prag





Kaiser Ferdinand III.






Westfälischer Friede

Friedrich Wilhelm von Brandenburg

Ludwig XIV. von Frankreich





1. Nordischer Krieg

Kaiser Leopold I.

1. Rheinbund









Schlacht bei Fehrbellin

Friedensschlüsse von Nimwegen

französische Besetzung Straßburgs



Großer Türkenkrieg



Schlacht am Kahlenberge

Edikt von Potsdam

Pfälzischer Krieg












August d. Starke (1706-1709 abgesetzt)

Friedensschlüsse von Rijswijk







Friede von Karlowitz

2. Nordischer Krieg




Friedrich I. erster König "in Preußen"

Spanischer Erbfolgekrieg












Kaiser Joseph I.





Friede von Altranstädt






Kaiser Karl VI.



Friedrich Wilhelm I. von Preußen

Friedensschlüsse von Utrecht

Pragmatische Sanktion







Friedensschlüsse von Rastatt und Baden

Türkenkrieg








Einnahme Belgrads durch Prinz Eugen

Friede von Passarowitz
















Friedrich der Große

Maria Theresia

1. Schlesischer Krieg

Österreichischer Erbfolgekrieg

Schlacht bei Mollwitz





Kaiser Karl VII. Albrecht





2. Schlesischer Krieg



Schlacht bei Hohenfriedeberg

Kaiser Franz I. Stephan

Schlacht bei Kesselsdorf

Friede von Dresden



Siebenjähriger Krieg

Westminsterkonvention

Schlacht bei Kolin




Schlacht bei Roßbach

Schlacht bei Leuthen

Schlacht bei Kunersdorf

Friede von Hubertusburg

Kaiser Joseph II.





Polnische Teilungen



Bayerischer Erbfolgekrieg





Toleranzpatent Josephs II.

deutscher Fürstenbund

Ludwig XVI. von Frankreich

Friedrich Wilhelm II. von Preußen

Sturm auf die Bastille in Paris

Kaiser Leopold II.

Pillnitzer Konvention

Ausbruch der Revolutionskriege

Kaiser Franz II. (1804-1835)





Kanonade von Valmy

Hinrichtung Ludwigs XVI.

1. antifranzösische Koalition











Sturz und Hinrichtung Robespierres

Basler Friedensschlüsse









Friede von Campoformio

Friedrich Wilhelm III. von Preußen

2. antifranzösische Koalition



Staatsstreich Napoleons

Schlacht bei Hohenlinden

Friede von Luneville




Reichsdeputationshauptschluß







Kaiserkrönung Napoleons

3. antifranzösische Koalition

Dreikaiserschlacht bei Austerlitz

Friede von Preßburg



Gründung des Rheinbundes

Ende: Heil. Röm. Reich deutscher Nation

Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt

Kontinentalsperre gegen England

Schlacht bei Preußisch-Eylau

4. antifranzösische Koalition

Friede von Tilsit

Edikt zur Bauernbefreiung in Preußen



Städteordnung des Freiherrn vom Stein

Erhebung Österr. u. Tirols geg. Napoleon



Schlacht bei Aspern und Eßling


Schlacht bei Wagram

Friede von Schönbruun

Beginn des Rußlandfeldzuges Napoleons




Brand Moskaus

Schlacht bei Smolensk


Übergang über die Beresina


Konvention von Tauroggen

Friedr. Wilhelms III. Aufruf "An mein Volk"

Völkerschlacht bei Leipzig













1. Abdankung Napoleons

Ludwig XVIII. von Frankreich








1. Friede von Paris

Wiener Kongreß

Rückkehr Napoleons

Schlacht von Waterloo

2. Abdankung Napoleons









2. Friede von Paris

Deutsche Bundesakte

Heilige Allianz

Eröffnung des Bundestages in Frankfurt






Wartburgfest








konstitutionelle Verfassung
in Bayern u. Baden



Gründung Deut. Burschenschaft in Jena

Ermordung Kotzebues in Mannheim

Karlsbader Beschlüsse

Wiener Schlußakte










































Unruhen durch franz. Julirevolution









Hambacher Fest


Sechs Artikel






Frankfurter Wachensturm

Deutscher Zollverein

Sechzig Artikel (Bundesbeschluß mit
weiteren Rechtsbeschränkungen)

Kaiser Ferdinand I. von Österreich

1. deut. Eisenbahnfahrt (Nürnberg-Fürth)










König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen
















Weberaufstand in Schlesien

















Kommunistisches Manifest

Beginn der Märzrevolution in Wien

Beginn der Märzrevolution in Berlin

Abdankung König Ludwigs I. von Bayern

Vorparlament in Frankfurt am Main


1. rep. Aufstand in Baden
(Hecker, Struve, Herwegh)

1. Deutsch-Dänischer Krieg

2. Aufstand in Wien (gesamtöster-
reichischer Reichstag erzwungen)
















Frankf. Nationalversammlung

H. v. Gagern Präsident d. Nationalvers.

Pfingstaufstand in Prag

Erzhzg. J. v. Österreich Reichsverweser

preuß.-dän. Waffenstillstand v. Malmö

Aufstand in Frankfurt am Main

2. republikanischer Aufstand in Baden

3. Aufstand in Wien

Erschießung Robert Blums

Abdankung Kaiser Ferdinands I.

Kaiser Franz Joseph I.

"Oktroyierte Verfassung" in Preußen

Verabschiedung der Grundrechte

Verabschiedung der Reichsverfassung







Ablehnung d. Kaiserkrone
(Friedrich Wilhelm IV.)

Aufstände für Durchsetzung
d. Reichsverfassung

3. republikanischer Aufstand in Baden

Dreikönigsbündnis
(Preußen, Hannover, Sachsen)

preußisches Wahlgesetz

Rumpfparlament in Stuttgart

Rücktritt Reichsverweser Erzherzog Johann

Erfurter Unionsparlament










Wiedereröffnung d. Frankf. Bundestages

Olmützer Punktation

Silvesterpatent
("Neoabsolutismus" in Österreich)

Krimkrieg












Regentschaft Wilhelms (I.) von Preußen

Sardinisch-Franz.-Österreichischer Krieg





König Wilhelm I. von Preußen

Gründung d. Deutschen Fortschrittspartei








Bismarck preußischer Ministerpräsident

preußischer Verfassungskonflikt

Gründung des Allgem.
Deutschen Arbeitervereins

Frankfurter Fürstentag

2. Deutsch-Dänischer Krieg


Friede von Wien








Gasteiner Konvention





Deutscher Krieg




Schlacht bei Königgrätz

Friede v. Prag (Auflösung d. Deut. Bundes)

Annahme der Indemnitätsvorlage

preußische Annexionen (Hannover,
Kurhessen, Nassau, Frankfurt)

Gründung der Nationalliberalen Partei

österreichisch-ungarischer Ausgleich

Verfassung des Norddeutschen
Bundes angenommen





Gründung der
Sozialdemokratischen Arbeiterpartei

Emser Depesche




Deutsch-Französischer Krieg


Schlacht bei Sedan

Kaiserproklamation Wilhelms I. in Versailles







Verfassung des Deutschen Reiches

Friede von Frankfurt am Main






Wirtschaftskrise ("Gründerkrach")







Gründung der Sozialist.
Arbeiterpartei Deutschlands



Berliner Kongreß


Sozialistengesetz






Zweibund









Dreikaiserabkommen

Dreibund



Krankenversicherungsgesetz


Unfallversicherungsgesetz




Rückversicherungsvertrag



Kaiser Friedrich

Kaiser Wilhelm II.




Alters- u. Invaliditätsversicherungsgesetz





Entlassung Bismarcks

Nichtverlängerung des
Rückversicherungsvertrages

Helgoland-Sansibar-Vertrag






Arbeiterschutzgesetze



Reichskanzler Leo von Caprivi

Gründung des Alldeutschen Verbandes

Erfurter Programm der SPD

französisch-russische Militärkonvention







Reichskanzler Chlodwig Fürst
zu Hohenlohe-Schillingsfürst




Krügerdepesche Wilhelms II.

Kiautschou deutsche Kolonie



Gründung des Deutschen Flottenvereins



Flottengesetze

1502




1505


1508

1509


1512





1513



1514

1515


1516





1517

31.10.1517

1518



1519-1556

1521





1521-1526

1522



1522/23

1524



1524-1525

24.02.1525

1525










1526



29.08.1526

1526-1529

1527




1528



1529







24.02.1530

1530

25.06.1530

1531

1532

1536-1538

1538





1539



1540



1541


1542


1542-1544

1544



1545-1563

18.02.1546

1546


1546-1547

24.04.1547


1548




1549

1550

1551-1552

1552



2.08.1552

25.09.1555

1555









1556-1564

1556

1557

1562

1564-1576

1564

1565


1569

1570






1571




7.10.1571

1572


1574

1575


1576-1612

1580

1582

1586/87

1587


1593-1606

1608

1596/97

1609

1609-1614

1610

1612-1619

1612


23.05.1618

1619-1637

8.11.1620

1621


1622

1623


1624

1625

27.08.1626

1628



6.03.1629

6.07.1630

1630


1631

17.09.1631

Jan.-April
1632

Mai 1632

13.04.1632


15.04.1632

Juli 1632

16.11.1632

25.02.1634

1634


6.09.1634

30.05.1635

1635



1637-1657

1641

1644


24.10.1648

1640-1688

1643-1715

1653

1654

1655-1660

1658-1705

1658-1668

1662

1665

1666

1674

28.06.1675

1678/79

30.09.1681

1681/82

1683-1699

1683

12.09.1683

29.10.1685

1688-1697

28.09.1688

Mai 1689






1690/96

1697-1733

20./
30.09.1697

1698




26.01.1699

1700-1721

12.06.1700


1701-1713

1701-
1713/14

22.04.1701

26.07.1702

1702-1703

1703

1704

1705-1711

1705

1706

24.09.1706

1708

1709


1711-1740

Dez.1711

1713-1740

1713/14/15

19.04.1713

1713

Jan.1714

Mai 1714

1714

1716-18

März 1716




1717

1717

21.07.1718

1726

1726

1731

1734

1735

1735/36

1737


1740-1786

1740- 1780

1740-1742

1740-1748

10.04.1741

1741

1742

1742-1745

1743

1744

1744/45

1745

4.06.1745

1745-1765

15.12.1745

24.12.1745

1751

1756-1763

16.01.1756

18.06.1757

Juli 1757 bis
Feb.'63

5.11.1757

5.12.1757

12.08.1759

15.02.1763

1765-1790

1765

1770

1772/93/95

1772

1778-1779

1778

1779

13.10.1781

1785

1774-1792

1786-1797

14.07.1789

1790-1792

27.08.1791

April 1792

1792-1806

1792



20.09.1792

21.01.1793

Febr.1793

1793


Febr.1794


Mai 1794

Okt.1794

28.07.1794

1795

Sept.1795

Okt.1796

Nov.1796

1797

17.10.1797

1797-1840

1798/99

1798

9.11.1799

3.12.1800

9.02.1801

1802


25.02.1803


1804




2.12.1804

1805

2.12.1805

26.12.1805

1806

12.07.1806

6.08.1806

14.10.1806

21.11.1806

7/8.02.1807

April 1807

7/9.07.1807

9.10.1807

1808

19.11.1808

April 1809

1809

21./
22.5.1809

5./6.7.1809

14.10.1809

24.06.1812

1812


14.09.1812

16./
17.11.1812

26.bis
29.11.1812

30.12.1812

17.03.1813

16.-19.10.1813

Okt.1813



Nov.1813

Dez.1813





6.04.1814

1814/15-1824

1814






30.05.1814

1814/15

März 1815

18.06.1815

22.06.1815

27.06.1815



1815



20.11.1815

8.06.1815

26.09.1815

5.09.1816

1816




18./19.10.1817

1817






1818




18.10.1818

23.03.1819

20.09.1819

8.07.1820

1820


1821

1822


1823


1824



1825


1826






1827




1828


1828/29

1829





1830/31

1830







27.bis
30.05.1832

28.06.1832

1833




3.04.1833

1834

12.06.1834


1835-1848

7.12.1835

1837


1838



1839

1840-1861

1840





1841





1843


1844

1845



1846-1853


1846




1847



Febr.1848

13.03.1848

18.03.1848

20.03.1848

31.03.
-3.04.1848

April 1848


Apr.-Aug.1848

15.05.1848

1848















18.05.1848

19.05.1848

16.06.1848

29.06.1848

26.08.1848

18.09.1848

21-25.09.1848

6.-31.10.1848

9.11.1848

2.12.1848

1848-1918

5.12.1848

27.12.1848

28.03.1849

1849





3./28.04.1849


April/Mai 1849


12.-16.05.1849

26.05.1849


30.05.1849

6.-18.06.1849

10.12.1849

20.03.-
29.04.1850

1850







1.09.1850

29.11.1850

31.12.1851


1853/54-1856

1853




1854


1855


1858-1861

1859

1860



1861-1888

1861






8.07.1862

23.09.1862

1862-1866

1863


16.08.1863

1.02.-
1.08.1864

30.10.1864

1864






14.08.1865

1865



15.06.-
26.07.1866

1866

3.07.1866

23.08.1866

3.09.1866

20.09.1866


1867

1867

17.04.1867


1868

1868/69

1869


13.07.1870

1870


19.07.1870
- 26.02.1871

2.09.1870

18.01.1871

1871


9.03.1871


16.04.1871

10.05.1871

1872




1873


1874




1875


1876

13.06.-
13.07.1878

21.10.1878

1878/79




7.10.1879

1879

1880

1881



18.06.1881

20.05.1882

1882

1883


1884


1885

18.06.1887

1887

9.3.-15.6.1888

1888 - 1918

1888


1889





20.03.1890

27.03.1890


1.07.1890

1890




1890/1891



1890-1894

1891

21.10.1891

17.08.1892

1892

1893

1893/94

1894-1900


1894


3.01.1896

1897



1898

1898/99

1898/1900

Ein Begräbnisplatz für Arme und Fremde wird in der Vorstadt
Altspeyer angelegt. Großes Sterben in der Stadt. Die Dom-
geistlichkeit verläßt die Stadt. Aufstand des Bundschuhs im
Hochstift gegen den Bischof.

Erneuerung des Schirmvertrages des Hochstifts Speyer mit
Kurpfalz aus dem Jahre 1462.

Beschwörung der Rachtung von 1420.

Der Ölberg inmitten des vom Kreuzgang umgebenen
Leichenhofes wird errichtet.

Aufstand der Zünfte gegen den Rat. Bürgermeister u. Ratsmit-
glieder flüchten. Kaiser Maximilian schlichtete den Streit, indem
eine neue Ratsordnung mit dem "Ewigen Rat" u. einem halbjähr-
lich wechselnden "Sitzenden Rat" zu je 12 Mitglieder geschaffen
wurde. 1514 wurden die Streitigkeiten beigelegt. Aufruhr d. Weber.

Kaiser Maximilian vorübergehend in Speyer. Klageartikel der
Gärtnerzunft. Ratsstatut. Die Bürgermeister erhalten für ihre
Tätigkeit ein eigenes Gehalt.

Neue Rachtung ("Große Rachtung") verabschiedet.

Erasmus von Rotterdam besucht erstmalig Speyer. Beitritt Speyers
zum Kurrheinischen Münzverein.

Weitere Änderung der Ratsordnung: 48 Ratsmitglieder in 2 Räten.
Weitere Änderungen dieser Ordnung erfolgten 1577, 1687 u. 1693
(zwei Bürgermeister und 12 Ratsmitglieder wurden gewählt). Seit
1700 bestand die Regelung, daß Ratsmitglieder nur durch Alter
oder Tod ausschieden.

Mißernte und Teuerung.



Zweiter Besuch des Erasmus in der Stadt. Das Domkapitel flieht
vor der Pest nach Rheinhausen. Der Bischof hält sich bis 1521 in
Amberg/Oberfranken auf.



Kaiser Karl V. bestätigt auf dem Wormser Reichstag der Stadt ihre
Reichsfreiheiten und dem Bischof die Rachtung von 1514. Send-
schreiben des Speyerer Bischofs an die Geistlichkeit über den
Ungehorsam vieler Kleriker in der Stadt gegenüber den bischöf-
lichen Verordnungen und das Aufgreifen der lutherischen Lehre.



Bischof Georg leitet gegen Martin Bucer ein Exkommunikations-
verfahren ein. Papst Hadrian Vl. beklagt sich beim Magistrat über
den Zuspruch zur lutherischen Lehre.

Dritter Besuch des Erasmus in der Stadt. Städtetag in Speyer.

Kaiser Karl V. erteilt der Stadt einen Verweis und verbietet die
Behandlung der "Luthersache" auf dem Speyerer Reichstag
von 1526. Städtetag in Speyer.





Eine Bürgerdelegation verlangt von der Stadtgeistlichkeit die bibel-
getreue Verkündigung von Gottes Wort. Ausbruch von Bürger- und
Bauernunruhen. Udenheimer Vertrag (5. Mai). Abwendung der
Gefahr für die Stadt. Bürgeraufstand in der Stadt geg. die Geistlich-
keit. Schutzbrief des Rates für das Vermögen des Speyerer Klerus.
Die Geistlichkeit leistet den Bürgereid vor dem Rat. Die acht Artikel
(24. Mai). Neuerliche Einsetzung der Geistlichkeit in ihre früheren
Rechte; Vertrag mit der Geistlichkeit (8. Juli). Weitere Klagepunkte
des Rates gegen die Geistlichkeit (11. August): Der Klerus sollte an
den städtischen Lasten seinen Anteil tragen. Städtetag in Speyer.

Eröffnung des Reichstages (25. Juni). Neue Rachtung zwischen
Stadt und Geistlichkeit auf der Grundlage der Rachtung von 1514.
In Speyer herrschen die "sterbenden Läufie".


                                                                   nach oben


Reichsregiment (bis 1531) und Reichskammergericht nach Speyer
verlegt. Der Vikar am Domstift, Jacob Beringer, läßt seine deutsche
Übersetzung des Neuen Testaments in Straßburg bei Johannes
Grieninger drucken.

Bischof Georg wird vom Domkapitel aufgefordert, das Umsich-
greifen der Reformation in seiner Umgebung wie im Bistum zu
verhindern.

Der Pfarrer von St. Ägidien, Anton Eberhard, und der Augustiner-
prior Michael Diller predigen evangelisch und werden vom Magistrat
als Prediger anerkannt. Eröffnung des Reichstages (15. März).
Pestartige Seuche, große Teuerung, keine Bestellung der Felder.
Protestation der evangelischen Reichsstände (19. April), erweiterte
Protestation (20. April) und Appellation (25. April).
Diözesansynode (April). Reichsregimentstag (Dez.).



Kaiser Karl V. u. dessen Bruder Ferdinand in der Stadt.



König Ferdinand besucht die Stadt.

Unfruchtbares Jahr.



Deutsche Schule, Ratsschule gegründet. Sie blieb bis 1689 Gym-
nasium, wurde als lateinische Schule von 1703-1712 wieder aufge-
richtet, bildete das reichsstädtische Gymnasium von 1703-1804,
wurde nach französischem Muster 1804 (bis 1817) umgebildet und
lebte in der bayerischen Zeit fort.

Ein großes Sterben in der Stadt brachte die vorübergehende Ver-
legung des Reichskammergerichts nach Wimpfen (November 1539
bis Juni 1540) und des Domkapitels nach Jockgrim.

In Speyer wird die Reformation eingeführt. Der Rat stellt Michael
Diller als der "Stadt speyerischen evanglischen Prediger" an. Der
Rat errichtet eine Ratsschule. Kaiser Karl V. in der Stadt.

Kaiser Karl V. in der Stadt. Er verlangt vom Rat die Entfernung
des evangelischen Predigers Diller.

Eröffnung d. Reichstages (9. Jan.) unter Anwesenheit
Kaiser Karl V. Ein großes Sterben in der Stadt.



Eröffnung des Reichstages (20. Februar). Kaiser Karl V. in der
Stadt. Große Teuerung. Weitgehende Auflösung des Reichs-
kammergerichts (Juni 1544-Okt. 1548).





Kaiser Karl V. in der Stadt. Fruchtbares Jahr. In der Kurpfalz
wird die Reformation eingeführt und die Messe abgeschafft.


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Kaiser Karl V. in der Stadt (September). Erneuerung des Reichs-
kammergerichtes im katholischen Sinn, Entlassung des letzten
noch zugelassenen protestantischen Prokurators. Diller und Myläus
werden vertrieben und die Ratsschule aufgelöst.

Der Rat eröffnet und erweitert die Ratsschule.

Kaiser Karl V. in der Stadt (Juni).



Markgraf Albrecht von Brandenburg in Speyer ("Fürstenkrieg").
Plünderung der Geistlichkeit und des Domes. Beim Reichskammer-
gericht liegen über 5000 unerledigte Prozesse vor.





Den Lutheranern werden die Augustinerklosterkirche, die Georgs-
pfarrkirche, die Markuskirche, die Heiliggrabkirche, die Gottes-
ackerkirche u. die Predigerklosterkirche (die Dominikanerkirche,
die 1628 an die Katholiken zurück ging u. 1648 wieder an die
Lutheraner fiel) eingeräumt. Gutes Getreidejahr. Beim Reichs-
kammergericht werden mit dem Augsburger Religionsfrieden die
Beisitzerstellen gleichberechtigt von Katholiken und Lutheranern
besetzt. Eine in der Stadt aufgetretene pestartigeSeuche vertreibt
das Reichskammergericht nach Esslingen.



Maximilian (später: Kaiser Maximilian II.) in der Stadt.

Reichstag in der Stadt.

Kaiser Ferdinand I. in der Stadt (Dezember).



Teuerung und Pest.

Speyer zählt 7950 Einwohner. Mit der Ankunft des Petrus Canisius
macht sich in der Stadt die Gegenreformation bemerkbar.

Die Speyerer Münzstätte wird von Bruchsal nach Speyer verlegt.

Eröffnung des letzten Speyerer Reichstages (13. Juli). 6 Monate
Aufenthalt Kaiser Maximilians II. in der Stadt. Städtetag in Speyer.
Starke Überschwemmungen. Am 22. Oktober wird die Kaiser-
tochter Elisabeth mit dem französischen König Karl IX. im Dom
getraut. Kurpfalz verhängt eine Sperre der Viktualieneinfuhr gegen
Speyer (bis 1579).

Jesuitenkolleg (Fortsetzung der früheren Domschule) gegründet
(bis 1773), dann wurde sie den Franziskanern (bis 1777) und
Augustinern (bis 1787) übertragen. Erstmalige bischöfl. Taler-
prägung in Speyer.



Teuerung. Die Reformierten erhalten die Ägidienkirche, die sie
bis 1623 und dann wieder von 1649 bis 1688 behielten.

Auftreten einer pestartigen Krankheit.

Der Rat kündigt den Jesuiten den Schutz auf und verbietet den
Bürgern, katholische Schüler in Kost und Logis zu nehmen.



Speyerer Frühjahrsmesse erwähnt. (Sie gab es schon im 15.Jhdt.)

Pest.                                                                 nach oben

Teuerung. Speyer zählt im Jahre 1586 7814 Einwohner.

Lutherisches Ratsgymnasium in einem Saal des Retschers
eingerichtet (seit 1628 die sog. Neue Kirche).





Pest





Teuerung und Pest.



"Chronica der Freyen Reichs Stadt Speyer"
von Christoph Lehmann erschienen.







Plünderung und Brandschatzung durch die Spanier. Besetzung
durch Kurpfälzer. Brandschatzung der Geistlichkeit.

Besetzung durch kaiserliche Truppen.

Neuerrichtung der Festung Philippsburg durch Fürstbischof
Philipp von Sötern. Bischöfliche Münzstätte in Philippsburg.

Speyer prägt zum letzten Mal Heller und gibt das Münzrecht auf.

Pest.



Die Neue Kirche im Retscher eingeweiht. Der Rat übergibt die
Predigerkirche an den Dominikanerorden mit der Auflage, darin
auch lutherischen Gottesdienst abhalten zu lassen.












Städt. Sondersteuer auf Getreidevorräte aus d. Hochstift Speyer.
Besetzung durch die Schweden, Brandschatzung der Geistlichkeit

Besetzung durch die Kaiserlichen






Besetzung durch die Schweden, schwere Einquartierungslasten.





Besetzung durch die Franzosen. Rückzug der Schweden.
Plünderungen. Sehr fruchtbares Jahr.


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Besetzung durch kaiserliche Truppen (bis 1644) und durch die
Franzosen. Teuerung, Hungersnot und Pest (bis 1638). Volkswirt
Joachim Becher geboren.



Ernteertrag von durchziehenden Truppen vernichtet.

Besetzung der Stadt durch französische Truppen (bis 1650).
Harte Bedrückung im Winter.







"Umgang" auf der Rheinhäuser Weide.

Kampf zwischen bischöflichen Söldnern und Stadtknechten.







Mißernte.

Münzstätte n. Bruchsal verlegt. Erste Prägung v. bischöfl. Dukaten.

Pest.

Truppenübergang der Franzosen über den Rhein. Verwüstungen.







Viehseuche.



Kurpfälzische Lohnordnung f. landwirtschaftliche Arbeiter u. Gesinde.







Einnahme Speyers d. französische Truppen, große Kontributionen.

Anordnung des französischen Generals Monclas zur Räumung der
Stadt. Brand der Stadt. Vernichtet wurden neben dem Dom zwei
geistliche Stifte, fünf Klöster, acht Pfarrkirchen, 13 Kapellen,
14 Zunftstuben, 29 städtische und 728 bürgerliche Gebäude. Etwa
6000 Einwohner wurden obdachlos, viele kamen auf der Flucht um.
Die Türme und Tore der Stadtmauer wurden gesprengt.

Krieg, Plünderungen.


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Der Rat der Stadt erläßt einen Aufruf an alle ehemaligen Bürger
und fordert sie zur Rückkehr und zum Wiederaufbau ihrer zer-
störten Wohnungen auf. Für die Rücksiedler wird eine zehnjährige
Steuerfreiheit zugesagt.





Grundsteinlegung der Kirche für die reformierte Gemeinde
(seit 1817: Heiliggeistkirche).






Grundsteinlegung d. Dreifaltigkeitskirche für die luther. Gemeinde.

Einweihung der Heiliggeistkirche.

Kurpfälzische Besatzung wechselt mit anderen deutschen Truppen.

Französischer Sieg bei Speyer, große Kontributionen.

Rheinübergang der Deutschen bei Speyer, Speyer ist Hauptquartier.



Truppen verursachen schweren Schaden an den Feldfrüchten.

Die Franzosen beschlagnahmen die Getreideernte.



Truppendurchzug.

Rheinübergang der Deutschen bei Speyer, die Stadt ist bis
zum 15. September Hauptquartier.



Die deutsche Hauptarmee in Speyer.







Besetzung durch die Franzosen.

Schwere französische Brandschatzung.

Kampf zwischen Bischöflichen und Städtern.





Speyerer Bauernkrieg: Die Bauern der Speyerer Nachbarorte
dringen auf Veranlassung der bischöflichen Behörden in die Stadt
ein und halten sie bis Anfang Juli besetzt. Die Stadt wird auf
kaiserlichen Befehl geräumt.

Einweihung der Dreifaltigkeitskirche.


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Der Fürstbischof verlegt seine Residenz nach Bruchsal.

Abschluß des Rathausneubaues.

Sophie Laroche geboren. Sie lebte bis 1780 in Speyer.

Französische Besetzung, sehr große Fouragelieferungen, Teuerung.

Truppendurchzüge, Fouragelieferungen.

Französische Besetzung.

Die doppelte Weinakzise zwischen Kurpfalz und dem
Hochstift Speyer wird beseitigt.











Dauernde Truppendurchzüge, schwere Einquartierungslasten.

Dauernde Truppendurchzüge.



Französisches Hauptquartier.

Besetzung. Große Fouragelieferungen.



Fortdauernde Truppendurchzüge. Französisches Hauptquartier.









Abgabe eines Teils der Speyerer Gemarkung an Dudenhofen.







Französische Truppendurchzüge. Einquartierungen.







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Gute Getreideernte.

Mißernte.



Große Teuerung.



Viehseuche.

Reiche Ernte.



















Deutsche Besetzung (Aug./Sept.). Eroberung Speyers durch
französische Truppen. Die Stadt bleibt bis 1814 unter
französischer Herrschaft. Der Stadtmauerring wird entfestigt.







Deutsche Besetzung. Das Korn erfroren. Französische
Besetzung, Plünderungen.

Wegnahme aller Frucht-, Wein- u. Viehbestände.
Abzug der Franzosen.

Deutsche Besetzung.

Französische Besetzung.





Abzug d. Franzosen, österr. Besetzung, große Fouragelieferungen.

Französische Besetzung, Österreichische Besetzung.

Französische Besetzung.

Speyer erhält die französische Behördenverfassung.



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Errichtung eines Notariats.







Teuerung. Jakob Christian Kolb erhält Lizenz für eine "Gazette
de Spire". Der lllustrator Johann Martin Bernatz in Speyer geboren.

Verlust des Münzrechts der Bischöfe von Speyer durch
den Reichsdeputationshauptschluß.

Speyer wird Verwaltungsmittelpunkt eines Bezirkes (Unter-
präfektur) des Departements Donnersberg mit d. Hauptstadt Mainz.
Die Speyerer Pfarrerstochter Spatz eröffnet ein Institut für höhere
Töchter.



Errichtung eines 2. Notariates.





Errichtung eines 3. Notariates.

















Der Journalist u. Politiker Georg Friedrich Kolb geboren.





Georg Friedrich Hetzel wird Maire (Bürgermeister).










Johann Friedrich Kranzbühler redigiert, verlegt u. druckt das
"Speyerer Anzeig-Blatt".








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Der französ. Unterpräfekt läßt den Verkehr über den Rhein sperren
und die Sicherheitswehr verstärken. Einquartierungs- und Kriegs-
lastenkommission gebildet, Vorbereitung von Vorspanndiensten.

Einberufung von Handwerkern zu Armierungsarbeiten nach Mainz.

Rheinübergang, Verfolgung d. Franzosen. Die Franzosen hatten sich
unter Hinterlassung eines mit Hunderten von Typhuskranken be-
legten Militärhospitals aus der Stadt zurückgezogen. Seit Anfang
November wurden 263 Tote registriert. Friedrich Magnus Schwerdt
wirkt als Mathematiker und Physiker in Speyer.





Kampflose Besetzung Speyers, das Etappenort wird. Der bisherige
Adjunkt Franz Reichard wird Bürgermeister. Jakob Christian Kolb
läßt die "Speyerer Zeitung" erscheinen (ab Sommer 1816 "Neue
Speyerer Zeitung"). Über den Speyerer Hafen gibt es einen regel-
mäßigen Marktverkehr nach Mannheim, der ab 1818 auch durch
Kurse nach Mainz ergänzt wurde.











Speyer wird für wenige Stunden Sitz des Verbündeten Haupt-
quartiers. Es treffen sich in der Stadt: Zar Alexander I.,
Kaiser Franz I. und König Friedrich Wilhelm III.

In Speyer leben 5827 Menschen. 52,4% gehören zur lutherischen,
14,1 % zur reformierten, 31,2% zur katholischen Konfession.
1,9 % sind Juden. Außerdem werden 24 Mennoniten gezählt.









Speyer wird Kreishauptstadt der Pfalz. Die säkularisierten Kloster-
frauen von St. Magdalena eröffnen eine Privatschule. Johann
Friedrich Butenschoen wird zum Schulrat ernannt. Einrichtung eines
für den bayerischen Rheinkreis zuständigen Konsistoriums.



In Speyer werden 6377 Einwohner gezählt. Im Vollzug der Neu-
regelung des höheren Schulwesens werden ein Progymnasium
und ein Lyceum, das einzige in der Pfalz, errichtet. Alle Schultypen
werden ab Januar 1818 im sog. Fürstenhaus in der Postgasse
vereint. Speyer wird im bayer. Konkordat als Suffraganbistum von
Bamberg vorgesehen und 1821 errichtet.

In der Dreifaltigkeitskirche begehen die Lutheraner u. Reformier-
ten feierlich die Vereinigung der beiden Kirchen. Dauerhafte
Stationierung von drei deutschen Schwadronen Kavallerie und
einigen Kompanien Infanterie (bis 1822).





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In Speyer werden 7037 Einwohner gezählt. Die Stadt erbaut auf
d. Ruinengelände d. Reichskammergerichts ein neues Schulhaus.

Der Schiffer und Gastwirt Börckel errichtet ein Badeschiff

Nach 28 Jahren findet an Pfingsten wieder Gottesdienst im
Speyerer Dom statt.

In Speyer werden 7650 Einwohner gezählt. Errichtung der neuen
Anlage zum Freischütz. Gründung der Villmannschen Brauerei.

Der Stadtrat beschließt die Errichtung einer gewerblichen Schule,
die 1833 zu einer dreiklassigen Gewerbeschule umgebildet wird.
Hochwasserkatastrophe.

In Speyer werden 1813 Haushaltungen gezählt. Für mehr als ein
Jahrzehnt lehrt Anselm Feuerbach am Gymnasium.

Auf Anregung des Landkommissariates entsteht der Speyerer
Frauenverein mit dem Ziel der Gründung einer Armenbe-
schäftigungsanstalt u. einer Schule für bedürftige Mädchen. König
Ludwig I. genehmigt die Wiedererrichtung des St.-Magdalenen-
Klosters mit dem Wunsch, dort auch eine öffentliche katholische
Mädchenschule einzurichten.

Arbeitsaufnahme der Arbeits- u. Bildungsanstalt für arme Mädchen.
In Speyer wird die kirchliche Zeitschrift "Der Katholik" gedruckt.
Eröffnung d. Priesterseminars. Gründung des Historischen Vereins
der Pfalz.

Schaffung eines Wohltätigkeitsvereins durch die jüdische
Gemeinde. Eröffnung des St.-Magdalenen-Klosters.

Errichtung des neuen Hospitals (Erweiterungen 1844 und ab 1847).

Der seit 1818 in Speyer ansässige einstige französische Offizier
Friedrich August Heydenreich wird Bürgermeister. Öffentliche
katholische Mädchenschule im St.-Magdalenen-Kloster eröffnet.
Der Maler Anselm Feuerbach in Speyer geboren. Die Sparkasse
nimmt ihre Tätigkeit auf.



In Speyer werden 8391 Einwohner gezählt. Die Stadt erhält die
Genehmigung für einen Rheinhafen. In Speyer gibt es 596 Gewer-
betreibende in 97 Gewerben mit 254 Mitarbeitern. Darunter be-
finden sich 67 Schuhmacher, 46 Schneider und 50 Weinwirte. Das
Bürgermeisteramt befaßt sich mit der Aufstellung einer Bürger-
garde. J. F. Kranzbühler jun. gründet ein dreimal wöchentlich
erscheinendes Blatt unter dem Titel "Der Nemeter".






Friedrich Hetzel wird zum Bürgermeister gewählt. Das Domkapitel
begünstigt das Entstehen einer kirchenfreundlichen, gemäßigt
liberalen Zeitung "Der Rheinbayer". 1835 wird die Zeitung wieder
eingestellt.



In Speyer werden 9232 Einwohner gezählt.




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Hafeneinweihung. Johann Geissel wirkt als Bischof von Speyer.
Die Einwohnerzahl ist auf 9530 gewachsen.

Ludwigsbahn-AG gegründet und in Speyer angesiedelt. Errichtung
des katholischen Lehrerseminars in der Johannesstraße. Wilhelm
Niemand errichtet ein Badeschiff.

Dichter Martin Greif (Hermann Friedrich Frey) in Speyer geboren.



In Speyer werden 9838 Einwohner gezählt. Bürgermeister Hilgard
und weitere 21 vermögende Einwohner gründen eine höhere
Töchterschule, die zur Keimzelle des heutigen Hans-Purrmann-
Gymnasiums wird. Einrichtung einer Gierfähre zwischen den beiden
Rheinufern.

Die Dominikanerinnen v. St. Magdalena erhalten die Genehmigung,
klösterliche Lehrerinnen auszubilden. Beendigung der Erweiterung
der Friedhofsfläche und Zusammenlegung des protestantischen und
katholischen Begräbnisplatzes. Auffüllung des Hirschgrabens. Der
Tenor Joseph Wolff in Speyer geboren.

In Speyer werden 10 199 Einwohner gezählt. Gründung des
Vereins zur Förderung des Gewerbewesens.



Das Bürgermeisteramt kauft große Mengen Kartoffeln an, um sie
verbilligt an unbemittelte Personen zu verkaufen. Der Philologe
Ludwig Wilhelm Meyer in Speyer geboren.

Im Auftrag König Ludwigs I.: Ausmalung des Dom-Innenraumes
durch Johann Schraudolph im Nazarener Stil.

Die Einwohnerzahl ist auf 10619 angewachsen. Große Teuerung.
Der Stadtrat beschließt die Subventionierung von Brot an die
Bedürftigen. Vergabe der Arbeiten für den Bau des Bahnhofes.
Einrichtung einer Gewerbehalle.

Eröffnung der Eisenbahnstrecke Speyer- Ludwigshafen u. Schiffer-
stadt-Neustadt. Teuerung. Die Stadt stellt den Landwirten Saat-
kartoffeln zur Verfügung. Einrichtung einer Sicherheitswehr.



















In Speyer werden 10410 Einwohner gezählt. Die Zeitung "Trompete
von Speyer" erscheint. Der Stadtrat bittet König Max II. um die
Einberufung des Landtages. Der Stadtrat erklärt, "daß die Reichs-
verfassung in ganz Deutschland gelte und daß die Nichtanerkenn-
ung durch eine einzelne Regierung eine strafbare Auflehnung gegen
die neugeschaffene gesetzliche Ordnung" sei. Der Regierungs-
präsident u. der in Speyer kommandierende Brigadegeneral ziehen
sich in die Festung Germersheim zurück. Reichard und Kolb werden
Mitglieder der am 17. Mai in Kaiserslautern gegründeten Provi-
sorischen Regierung der Pfalz. Kolb wird als Bürgermeister
wiedergewählt. Kampflose Besetzung Speyers durch preußische,
dann durch bayerische Truppen. Verhängung des Kriegszustandes
über die Pfalz. Der nach Auflösung des Rumpfparlaments aus
Stuttgart zurückgekehrte Kolb übernimmt die Redaktion der NSZ,
die ab 22. Juli zeitweise verboten wird.



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Lukas Jäger gründet den "Vogesenboten", aus dem sich 1850 die
liberalkonservative "Pfälzer Zeitung" als Nachfolgerin der NSZ
entwickelte. Ab 1852 wurde die Zeitung in Speyer gedruckt. Die
eigene Buchdruckerei wurde 1866 in Speyer gegründet. In der
Stadt werden 10410 Einwohner gezählt.





















Im Gebäude der früheren Filial-Strafanstalt in der Ludwigstraße
wird ein Heim für verwahrloste Kinder eingerichtet (seit 1852: kgl.
Staatserziehungsanstalt). Ausweitung des Stadtgebietes: erstmals
wächst Speyer über die Grenzen der mittelalterlichen Stadtgrenzen
hinaus. Argwöhnische Überwachungen von Stadträten und Bürgern
wegen demokratischer Gesinnung. Entzug von Stadtratsmandaten.
Melchior Schulz wird zum Bürgermeister berufen.




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Kolb stellt zum 31. 3. die NSZ ein. Am folgenden Tag erscheint bei
Buchdrucker Georg Ludwig Lang ein "Allgemeiner Anzeiger".
Gründung des Dombauvereins. Drei Niederbronner Schwestern
lassen sich in Speyer nieder.

Beginn des Dombaues: Nach Plänen von Heinrich Hübsch wird der
Westbau im neuromanischen Stil erbaut (bis 1858). Typhus.

Typhus in der Stadt. Einführung des konfessionellen Geschichts-
unterrichts am Speyerer Gymnasium.



Die ersten beiden Diakonissen nehmen ihre Arbeit auf.

Beginn der Bauarbeiten für das Gaswerk. Einführung der Gasbe-
leuchtung. Der Papierfabrikant Eduard Zimmermann verlegt seine
Firma aus Pfungstadt nach Speyer.



Jakob Ganter gründet auf dem Angelhof eine Ziegelei. In Speyer
bestehen 856 Firmen. Übersiedlung der ersten Diakonissenanstalt
aus dem ehem. reformierten Schulhaus in der Johannesstraße in
ein geräumigeres, neben dem St. Georgen-Turm gelegenes Haus.
36. Jahresversammlung der deutschen Naturforscher und Ärzte
mit der Ehrung Rudolf Virchows durch einen Festzug.

Lina Sommer geboren.





Georg Grund gründet eine Backsteinbrennerei.









Bischof Weis ruft (ohne staatl. Genehmigung) ein eigenes Priester-
ausbildungsinstitut ins Leben, das nach kurzer Zeit wieder geschlos-
sen werden muß. Heinrich Schwartz errichtet einen Brauereineubau.
Gründung des Realgymnasiums. Die bayerische Regierung erteilt
die Erlaubnis zum Bau einer Schiffsbrücke. Inbetriebnahme der
Bahnstrecke nach Germersheim.



Einweihung der Schiffsbrücke. Es entsteht ein gemeinsamer Schul-
komplex für die höhere Töchterschule, das Realgymnasium und die
Gewerbeschule.




Gründung des Diakonissenvereins.





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Die Stadt zählt 12 728 Einwohner.






Johann Conrad Eberhardt amtiert als Bürgermeister (bis 1874).

In Speyer bestehen 20 Brauhäuser.

In der Stadt besteht ein demokratischer Arbeiterbildungsverein.
Gründung des Historischen Museums der Pfalz.



Vorbeimarsch der von der Rheinbrücke nach Speyer einrückenden
Truppen vor dem preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm.








In Speyer zählt man 1519 Privathauptgebäude. 12901 Einwohner
werden registriert, dazu kommen 326 Angehörige d. Militärstandes.

Feierliche Friedensfeier. Aus dem Domnapf werden
1160 Liter Wein ausgeschenkt.





Heinrich Schwartz läßt in der Oberen Langgasse eine neue Brauerei
entstehen. 1886 wandelt er seine Firma in eine AG um. So entsteht
die Bayer. Bierbrauerei-Gesellschaft vormals Heinrich Schwartz.
Hochwasserkatastrophe.

Bahnverbindung Heidelberg-Speyer über den Rhein.
Choleraepidemie im Okt./Nov.

Speyer wird ständiger Sitz einer Pioniereinheit. Gründung der
Speyerer Gewerbebank. Christian Sick errichtet eine neue
Brauerei. Gründung eines Zweigvereins des Allgemeinen
Deutschen Arbeitervereins

Georg Jakob Haid ist Bürgermeister. Gründung der Landwirt-
schaftlichen Untersuchungsanstalt.

Hochwasserkatastrophe.






Gymnasium und Lateinschule werden unter der Bezeichnung
Studienanstalt zusammengeschlossen, wenig später das Lyceum
aufgelöst. Ab Herbst 1891 führte die Anstalt den Namen
Humanistisches Gymnasium.



Übernahme der privaten Höheren Töchterschule durch die Stadt.

Der Maler Hans Purrmann in Speyer geboren.

Adolf Friedrich Lindemann bemüht sich um die Konzession für die
Wasserversorgung der Stadt. Hochwasserkatastrophe, Pegelstand
des Rheins bei Speyer: 8,85 m


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Hochwasserkatastrophe. Bau des Wasserturms (bis 1883).

Betriebsaufnahme des Wasserwerkes. Der "Retscherverein" er-
wirbt einen Bauplatz. Ausschreibung für den Bau einer Kirche.

Gründung der Speyerer Dampfziegeleien. Beginn des Baues der
Diakonissenanstalt.

Georg Peter Süß amtiert als Bürgermeister.



Gründung eines örtlichen Zentrumsvereins.





Der Kasernenkomplex westl. des Diakonissenhauses wird seiner
Bestimmung übergeben. Gründung Kirchenbauverein St. Joseph.

Schaffung der Brauereigesellschaft zum Storchen. Gründung der
Brauereigesellschaft zur Sonne. Die Gund'schen Ziegelwerke, die
Ziegelei Jakob Ganter u. Cie. und die Speyerer Dampfziegeleien
fusionieren zur Fa. Vereinigte Speierer Ziegelwerke mit 1000
Arbeitskräften. Gründung der Speyerer Baumwollspinnerei AG.








Die Speyerer Großbrauereien produzieren jährl. 250000 Hektoliter.
Franz Kirrmeier gründet die Cement- und Asphaltplattenfabrik.
Gründung eines nationalliberalen Ortsvereins. Gründung einer
Ortsgruppe der SPD. 1. Spatenstich zum Bau d. Gedächtniskirche.

Speyer erhält ein neues Wasserwerk am Tafelsbrunnen. Bis 1883
waren die Bewohner der Stadt allein auf Haus- und Straßen-
brunnen angewiesen.



Errichtung des Wilhelminenstiftes.





Telefonverkehr aufgenommen. Bau d. Saalbaues im Rathaushof.

Bau der Roßmarktschule und des Konsistorialgebäudes.

Errichtung des Pfarrhauses der Diakonissenanstalt.




Fertigstellung des Winterhafens. Dr. Georg Friedrich Weltz wird
Bürgermeister.



Franz Kirrmeier gründet die Celluloidwerke. Philipp Serr Bürger-
meister. Gründung "Gemeindehausvereins" (später: Evangelische
Stadtmission).



Errichtung des Kinderkrankenhauses der Diakonissenanstalt.



Quelle: Geschichte der
Stadt Speyer, Kohlhammer
   
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