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Die Privilegien von 1111
Am 14. August 1111 bestattete Heinrich V.
seinen Vater an der Seite seiner Vorfahren.
Aus diesem Anlaß erteilte er der Einwohner-
schaft im Beisein zahlreicher weltlicher und
geistlicher Würdenträger zwei bedeutende
Privilegien.

Im ersten befreite er die Einwohner,
"die jetzt
in der Stadt wohnen oder von nun an wohnen
wollen, woher immer sie kommen und wessen
Standes sie seien, sie und ihre Erben von dem
schändlichen und fluchwürdigen Gesetze, näm-
lich jenem Teile, welcher gewöhnlich Buteil ge-
nannt wird".


Diesen
"Buteil" (von Budel d.i. von "beid" und
"teil", beide Teile, nämlich des Grundherren
und des Erben), eine drückende Erbschafts-
steuer, mußten die Hörigen an ihren Grund-
herren entrichten. Nicht selten betrug er
sogar die Hälfte des Nachlasses. Die Folge
waren bittere Armut und Not.
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Die Geburtsstunde des Speyerer Stadtrats
Diese beiden Privilegien standen am Anfang
der späteren Reichsfreiheit der Stadt. Ihre
soziale Bedeutung - vor allem des ersten
Privilegs - ist für die damalige Zeit einmalig.
Trotz dieser Privilegien blieb der Bischof nach
wie vor Herr der Stadt. Aber schon 1198 gab
Herzog Philipp von Schwaben - noch im
gleichen Jahr wurde er deutscher König - als
Sachwalter seines Neffen, des späteren
Kaisers Friedrich II., den Bürgern von Speyer
das Recht, einen Rat von 12 Männern aus
ihren eigenen Reihen zu wählen. Dieser allein
musste der Bürgerschaft Rede und Antwort
stehen und
"das Regiment der Stadt, ver-
mittelst geschworenen Eyds, nach ihrem
besten Verstand führen und verwalten".

Dieses Vorrecht genossen bis dahin nur
wenige deutsche Städte.
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Die Bürgermeister und Oberbürgermeister
der Stadt Speyer





Speyer und sein städtebauliches Erscheinungsbild
Ursprung und Geschichte der Stadt Speyer stehen in engem Zusam-
menhang mit ihrer geographischen Lage am Rhein und an der ihn
begleitenden, schon in der Antike bedeutenden Handelsstraße zwi-
schen Basel und Mainz. Die Kernstadt liegt auf einer ausgedehnten
Niederterrasse, die sich nach Osten bis weit in die Flußaue vor-
schiebt, gegen die sie mit einer Böschung abfällt. Im Westen stößt
die Niederterrasse an den Hang der Hauptterrasse, die allmählich
gegen die Haardt hin ansteigt.

Die Kulturgeschichte des Stadtgebietes reicht bis in die Zeit der
keltischen Mediomatriker zurück, die in der 2. Hälfte des vorchrist-
lichen Jahrtausends hier ein oppidum anlegen. (Es wird unter dem
Namen Noviomagus - Neustadt - von dem griechischen Geographen
Ptolemäus um 140 n. Chr. erwähnt.) Unter den Römern, die noch vor
Christi Geburt hierher kommen - das genaue Jahr steht nicht fest
- und die germanischen Nemeter hier ansiedeln, entstehen im Bereich
der vormaligen Keltensiedlung um und nach Christi Geburt nachein-
ander zwei Militärlager und ein größeres Kastell. Daneben gibt es
schon eine ausgedehnte Zivilsiedlung; sie erlebt als Civitas Nemetum
im 2. Jh. n. Chr. eine Blütezeit, ehe sie im Jahre 275 zusammen mit
dem ganzen Umland durch Alemanneneinfälle zerstört wird. >> mehr



 
In Kürze auf dieser Seite:

Die Bürger im Mittelalter

Separatisten

Protestantische Reichsstadt

generalis discordia: Bürger gegen Bischof

Severinsaufruhr(1330)

Bischof Raban belagert die Stadt

Hunger und Not im 16. Jhdt.

Speyer wird französisch

Verhalten und Kleidung um 1490

Speyer wird bayerisch

Stadtzerstörung 1689

Das Rechtswesen

Fotos, Urkunden


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